Claudia Lössl (Aileen P. Roberts)

 
Heute habe ich einen ganz besonderen Beitrag für die Phantasienschmiede.
 

Biographie Claudia Lössl (Aileen P. Roberts)

Aileen P. Roberts war das Pseudonym der 1975 in Düsseldorf geborenen Autorin Claudia Lössl. Nach einigen Umwegen und einer abgebrochenen Banklehre studierte sie Sozialpädagogik und arbeitete später auch als Reitlehrerin und Reitpädagogin. Mit 19 Jahren reiste sie zum ersten Mal nach Schottland und entdeckte dort ihre keltische Seele, wodurch viele ihrer Werke beeinflusst wurden. Neben mehreren Romanen, die sie im Eigenverlag veröffentlichte, erschien 2009 „Thondras Kinder„, ihr erstes großes Werk bei Goldmann. Danach folgten „Weltennebel„, „Der Feenturm„, „Elvancor“ und „Weltenmagie“. Im Weltbild-Verlag erschien „Schatten über Duntulm Castle“, ein historischer Roman. Auch zahlreiche Kurzgeschichten sowie eine Novelle und die Kindergeschichte „Fiona und das Nebelpony“ fanden ihren Weg zu unterschiedlichen Verlagen. Claudia Lössl starb 2015 infolge einer schweren Krankheit.
 

Stephan Lössl, Claudias Ehemann, hat sich die Zeit genommen und einen Beitrag für Claudia abgegeben.
Hier sind seine Antworten.

 

Hallo Stephan!
 
Wo schrieb Aileen P.Roberts alias Claudia Lössl am liebsten ihre Bücher?
Wenn möglich in Schottland. Den Schreibtisch dort seht ihr ja auf dem Foto. Ansonsten auf dem heimischen Sofa oder dem Küchentisch – da war der italienische Kaffeekocher nicht weit.

 

 

2. Was ist das Besondere an diesem Ort?
An Schottland? Nun ja, mal abgesehen davon, dass sich Claudia und ich bereits vor Jahren in Schottland verliebt haben, ist dieses Land inspirierend. Die Weite, der Blick von besagtem Schreibtisch hinaus auf das Meer öffnet den Geist für Neues, schafft Raum für Fantasie. Wandert man durch das Hochland, kann man mancherorts noch die Klänge der Dudelsäcke oder den Schlachtenlärm von einst, meist eingewoben in treibende Nebelschwaden hören.

 

3. Welche Hilfsmittel benutzte Claudia zum Schreiben? (Kaffee, Musik)
Kaffee, Tee und Musik. Und natürlich ein Laptop. Die Musik, vorzugsweise Manowar, das übrigens meist auch beim Putzen die Räume erfüllte, lieferte weitere Ideen, die wohl am ehesten noch die Kampfszenen prägten.

 

4. Welche ihrer Bücher sind an diesem Ort entstanden?
Nach einem Winter der Recherche viele Teile der Weltenmagie-Trilogie.

 

5. Wie war Claudia beim Schreiben?
Vertieft, flott, chaotisch. So könnte man es beschreiben. War Claudia erst einmal in Fahrt, sprich in die Welt vertieft, die sie gerade erschuf, war sie schwer zu erreichen. Es bedurfte dabei auch schon mal drastischerer Maßnahmen, wenn man sich beispielsweise über das Mittagessen oder den nächsten Einkauf abstimmen wollte. Aber wer will schon über Stadtwurst mit Musik reden, wenn sich im Kopf doch gerade das Portal nach Sharevyon öffnet und im Hintergrund Manowar dröhnt. Claudia war dann in Fahrt, brachte Texte schnell zu Papier. Wenn dabei auch mal der Pfirsichkern in der Sofaritze verschwand oder der Kaffee erkaltete, so musste man das unter Kollateralschaden verbuchen. Auf diese Weise jedoch entstanden viele phantastische, von Ideenreichtum geprägte Werke.
Auch Szenen aus dem realen Leben ließ Claudia gerne mit einfließen. So hatte ich selbst tatsächlich einen Chef, der die Angewohnheit besaß, in sein Stofftaschentuch zu schnäuzen, und es danach zum Trocknen über die Bürostuhllehne hängte. Im Buch war es dann eben der bucklige Diener, dessen zum Trocknen aufgehängtes Taschentuch von einem Magier postwendend in Brand gesetzt wurde.

 

6. Was waren die letzten Werke von Aileen P. Roberts?
Hierzu kann man sicher die „Weltenmagie-Trilogie“ zählen, die noch zu Claudias Lebzeiten erschien.
Nach ihrem Tod ist noch ihre im Ulrich Burger Verlag erschienen Novelle „Feenfeuer“ im März 2017 in Englische Sprache erschienen sowie ein Kinderbuch, „Fiona und das Nebelpony“ bei dotbooks. Ein letztes, von mir fertiggestelltes Werk ist für September 2017 bei Papierverzierer geplant. Hierbei handelt es sich um einen phantastischen Roman, der auf den Orkney Inseln spielt.

 
 

Mehr Infos zu Aileen P. Roberts und ihren Büchern findest Du auf: http://www.aileen-p-Roberts.de

 
Danke Stephan für Deinen Beitrag!
 
Bildquelle: Stephan Lössl